Gemeinsamer Unterricht

Aufgaben der der Pädagogen im gemeinsamen Unterricht sind die Beratung von Lehrern und Pädagogen (Vgl. § 16 Abs. 3 ThürSoFöO) sowie anderen am Bildungs- und Erziehungsprozess Beteiligten zur weiteren Förderung des Kindes im schulischen Kontext sowie die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen in Gemeinsamkeit mit den anderen unterrichtenden Pädagogen.

Die Förderung beinhaltet in diesem Zusammenhang  immer zwei Aspekte

  • Spezifische  Unterstützung des Kindes im Lernprozess
  • Erkenntnisgewinn für die Förderung, ob diese die gewollte Wirkung zeigt oder neue Förderansätze notwendig erscheinen lässt. Der Beratung und Förderung ist die Förderdiagnostik vorgeschaltet. Aus ihr ergeben sich die Eckpunkte und Fakten für die Förderplanung und Beratung. Bei festgestelltem sonderpädagogischen Förderbedarf werden die Erkenntnisse in einem sonderpädagogischen Gutachten gefasst, damit der Anspruch des Lernenden auf Förderung gesichert und die Zusammenhänge und Notwendigkeiten der Entwicklungsförderung erkennbar werden. Zudem ist das sonderpädagogische Gutachten Ausgangspunkt für gezielte Maßnahmen der Beratung und Förderung wie auch für mögliche Schullaufbahnentscheidungen. Ein wesentlicher Aspekt erfolgreicher sonderpädagogischer Förderung ist die Kooperation der Spezialisten. Eine wesentliche Aufgabe der Pädagogen besteht daher darin, die Kooperation aller Beteiligten herbeizuführen und sie in Förderabsichten einzubinden. Anzuerkennen ist daher auch das Spezialistentum der anderen Beteiligten:
  • Das Kind in dem Sinne, dass niemand besser als es selbst über seine eigenen Empfindlichkeiten und Potentiale Bescheid weiß. Veränderungsprozesse sind umso erfolgreicher, je stärker sie als Selbstveränderungsprozesse erlebt werden.
  • Die Eltern sind Spezialisten. Sie haben das Kind in seiner Entwicklung begleitet und werden es noch viele Jahre weiter begleiten.
  • Der Lehrer ist ein Spezialist, weil er durch seine pädagogische Ausbildung im Unterricht Möglichkeiten der Entfaltung des Kindes eröffnet und weil sein Beziehungsangebot von großer Bedeutung für das Kind sein kann.